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Hamburger Hospiz im Helenenstift

Ehrenamtliche Mitarbeit

Lohn des Ehrenamtes

„Sich zu verschenken“ und dadurch beschenkt zu sein, geht das? Ja, Hospizarbeit ist ein Ehrenamt das beschenkt! Diese Aussage wird wohl jede HospizlerIn unterschreiben.

Der kleine Urlaub vom Ego, wenn wir ein bisschen unserer Lebenszeit in den Dienst anderer stellen, lässt uns erkennen, was wirklich wichtig ist, schafft eine intensive Nähe zu uns selbst und den von uns besuchten Menschen. Es ist zutiefst sinnstiftend und erfüllend, am Schicksal anderer Anteil zu nehmen und zu spüren, wie gut diese Solidarität Betroffenen tut. Diese Tätigkeit schenkt uns Zuversicht für das eigene Leben und Sterben. Eine tiefe innere Reifung und Persönlichkeitsentwicklung bleibt in der Sterbebegleitung, die den ganzen authentischen Menschen fordert, nicht aus! Kostbar ist auch die Unterstützung der ehrenamtlichen HospizlerInnen untereinander und die kontinuierliche Anleitung, Fortbildung und Supervision durch die Hospizkoordinatorinnen.

Intensive und spannende Lernprozesse ermöglichen auch hilfreiche Einsichten und Veränderungen im eigenen Leben. In der vertrauensvollen und zugewandten Atmosphäre entstehen zudem neue Freundschaften, die das eigene soziale Netz ergänzen und bereichern.
Neben Festen und Fortbildungsangeboten sind die Seminartage ein besonderes „Bonbon“. Der Verein übernimmt die Kosten hierfür.

Folgende Themen wurden in mehrtägigen Fortbildungen bearbeitet:
- Selbstfürsorge: Meine Kraftquellen und Krafträuber
- Die Sprache des Herzens: Kommunikation jenseits von Worten und Verstand
- Kinaesthetics: Individuelle Bewegungsunterstützung für ehrenamtlich Helfende
- Ein Hauch von Licht: Spiritualität in der Hospizarbeit
- Leben ist immer Jetzt, Achtsamkeitstraining
- Wie bleibe ich in meiner Kraft?
- Von Engeln und anderen Zugängen zur Herzensarbeit Hospiz

Die ehrenamtlichen MitarbeiterInnen sind unfall- und haftpflichtversichert und können die Erstattung des Fahrgeldes beantragen.

Kurse für ehrenamtliche HelferInnen

Für die ehrenamtliche Mitarbeit ist eine Auseinandersetzung mit der Lebenswirklichkeit von tödlich erkrankten Menschen und deren Angehörigen Voraussetzung. Deshalb nehmen unsere HospizlerInnen vor Beginn ihrer Tätigkeit an einer umfangreichen Schulung teil, die sich über fünf Monate und ca. 100 Unterrichtseinheiten erstreckt. Unterrichtsschwerpunkte sind Biografiearbeit, Kommunikation, Kraftquellen und Selbstreflexion.

In einem Praktikum erleben sich die künftigen HospizlerInnen erstmals im Kontakt mit hilfsbedürftigen Menschen und reflektieren ihre Erlebnisse in einer engmaschigen Supervision. So sind HospizlerInnen gründlich auf ihre Aufgabe vorbereitet und vor Überforderung geschützt.

Möchten Sie mehr erfahren? Dann rufen Sie uns an, besuchen Sie einen Informationsabend und drucken sich den Flyer aus.


Voraussetzungen für eine ehrenamtliche Mitarbeit

Wer überlegt, ein Ehrenamt im Ambulanten Hospizberatungsdienst aufzunehmen, sollte diese Checkliste gedanklich für sich durchgehen.

• emotionale Stabilität, keine akuten Trauerprozesse, keine größeren belastenden Veränderungen im Leben
• Toleranz gegenüber fremden religiösen und moralischen Werten
• Bereitschaft zur Selbstreflexion und Dokumentation
• Bereitschaft zur Teilnahme an Schulung, Supervision und Fortbildung
• keine bereits bestehende ehrenamtliche Tätigkeit im mitmenschlichen Bereich, die fortgesetzt werden soll
• der Wunsch ehrenamtlich tätig zu werden
• die Bereitschaft, sich auf eine mindestens einjährige Mitarbeit einzulassen
• Das Ehrenamt kann gegenüber beruflichen und privaten Kontakten und Rollen abgegrenzt werden
• zeitliche Kapazität von mindestens drei Wochenstunden
• räumliche Nähe bis etwa 30 Minuten Anfahrtszeit

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Selbsterfahrung als Teil der Ausbildung
Seminarreise
Gemeinsames Wochenende mit viel Musik
Supervisionsgruppe
Supervisionsgruppe
Supervisionsgruppe
Schulungsgruppe Ehrenamtliche 2013

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